
Migration von Jira: Benutzerdefinierte Felder importieren in OpenProject 17.4
Viele Teams suchen aktuell nach Alternativen zu Jira. Häufig unter Zeitdruck, um eine Lösung zu finden, die zu ihren Anforderungen passt. Eine Migration bedeutet jedoch mehr, als nur Daten von einem Tool in ein anderes zu verschieben. Sie bedeutet auch, zu verstehen, wie sich das bestehende Setup auf ein neues System übertragen lässt und offen für Workarounds, Kompromisse und mögliche Verbesserungen zu sein.
Mit dem OpenProject Jira Migrator unterstützen wir diesen Prozess Schritt für Schritt. Ab dem 13. Mai wird er ohne Feature Flag als Teil von OpenProject 17.4 verfügbar sein. Zusätzlich zu den bereits verfügbaren Grundfunktionen wird der Import von grundlegenden selbstdefinierten Feldern unterstützt, welche ein wesentlicher Bestandteil der Aufgaben- und Projektverwaltung sind.
In diesem Artikel erläutern wir, was das für Ihre Migration von Jira bedeutet.
Die Migration von Jira ist kein Eins-zu-Eins-Prozess
Viele zentrale Konzepte wie Arbeitspakete, Workflows oder selbstdefinierten Felder existieren in beiden Systemen. Sie werden allerdings oft unterschiedlich benannt, strukturiert und gehandhabt.
In Jira sind Konfigurationen häufig auf einzelne Projekte zugeschnitten und werden mit Plugins erweitert. Einige plugin-basierte Konfigurationen aus Jira haben in OpenProject keine direkte Entsprechung und erfordern unter Umständen alternative Lösungswege. Ähnliche Anwendungsfälle lassen sich meist auch in OpenProject umsetzen, jedoch manchmal über ein anderes Setup oder einen anderen Ansatz. Eine Migration Ihrer Daten bedeutet also nicht nur, Informationen zu übertragen, sondern sie auch an ein neues System anzupassen.
Daher sind Workarounds und Anpassungen oft Teil des Prozesses. Offen mit diesen Veränderungen umzugehen, ist entscheidend für eine erfolgreiche Migration. Darüber hinaus kann es auch eine Gelegenheit sein, bestehende Strukturen zu vereinfachen und zu verbessern.
Vorschau auf OpenProject 17.4: Jira Migrator ohne Feature Flag verfügbar
Mit OpenProject 17.4 (geplant für den 13. Mai) wird der Jira Migrator verfügbar sein und kann direkt verwendet werden. Er ist zwar bereits funktionsfähig, aber noch nicht vollständig fertiggestellt und erscheint daher als Beta-Version.

Bild: OpenProject Jira Migrator Version 17.4, die am 13. Mai 2026 veröffentlicht wird.
Dieser Ansatz ist Teil unseres Entwicklungsmodells bei OpenProject. Mit monatlichen Releases liefern wir kontinuierlich Verbesserungen und stellen Funktionen zur Verfügung, sobald sie echten Mehrwert bieten. Auch wenn sie noch nicht vollständig ausgereift sind. So können Teams frühzeitig mit neuen Funktionen arbeiten, sie in realen Szenarien testen und Feedback geben, das die weitere Entwicklung direkt beeinflusst.
Gleichzeitig bedeutet das aber auch, dass es noch einige Einschränkungen gibt und bestimmte Arbeitsabläufe Anpassungen erfordern können. Wir sind überzeugt, dass uns dieser transparente und iterative Ansatz dabei hilft, den Jira Migrator gemeinsam mit unserer Community weiterzuentwickeln. Wie OpenProject die Jira Migration und zentrale Jira-Funktionen künftig weiter unterstützen möchte, zeigt auch unsere Roadmap.

Bild: Der OpenProject Jira Migrator nach einem erfolgreichen Import.
Gut zu wissen: Der Jira Migrator selbst ist als geführter Prozess konzipiert. Dadurch wird der Migrationsprozess auch ohne tiefes technisches Wissen zugänglich und gut nachvollziehbar. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung finden Sie in der Jira-Migrationsdokumentation.
Selbstdefinierte Felder von Jira nach OpenProject importieren
Mit OpenProject 17.4 unterstützt der Jira Migrator den Import einfacher selbstdefinierter Felder, welche einen wesentlichen Bestandteil des Aufgaben- und Projektmanagements darstellen. Lesen Sie mehr über selbstdefinierte Felder in OpenProject.

*Bild: Ein Arbeitspaket in OpenProject mit dem Abschnitt ‘Jira-Import’ und der Importübersicht im Modul ‘Aktivität’.
Einige Feldtypen können in OpenProject anders aussehen als in Jira. Zum Beispiel werden Checkboxen in Jira als Listen dargestellt, bieten aber in OpenProject eine vergleichbare Funktionalität. Während die zugrunde liegende Funktionalität oft vergleichbar ist, kann die Art und Weise, wie diese Felder konfiguriert und verwendet werden, zwischen Jira und OpenProject unterschiedlich sein.
Da wir offen entwickeln, können Sie die Spezifikationen zu „Jira Migrator imports custom fields” in diesem Arbeitspaket jederzeit mitverfolgen.
Wie selbstdefinierte Felder bei der Migration behandelt werden
Ein wesentlicher Unterschied zwischen Jira und OpenProject liegt in der Verwaltung der selbstdefinierten Felder: In Jira lassen sich diese für jedes Projekt unterschiedlich konfigurieren. In OpenProject werden selbstdefinierte Felder für das gesamte System definiert und dann für bestimmte Projekte aktiviert.
Während der Migration passt sich der Jira Migrator diesem Unterschied an. Wenn ein selbstdefiniertes Feld projektübergreifend verwendet wird, wird es in OpenProject als ein einziges selbstdefinierte Feld angelegt. Ist dasselbe Feld in mehreren Jira-Projekten über den „Field context” unterschiedlich konfiguriert, wird es für OpenProject in separate selbstdefinierte Felder aufgeteilt.
Um das nachvollziehbar zu machen, ergänzt der Migrator jedes aufgeteilte Feld um ein Suffix mit der Projektkennung. So lässt sich klar erkennen, welches Feld zu welchem Projekt gehört.
Platzierung von importierten selbstdefinierten Feldern
Wenn selbstdefinierte Felder importiert werden, müssen sie im Layout des Arbeitspakets platziert werden. Um sicherzustellen, dass alle importierten Felder sichtbar sind, fügt der Jira Migrator sie zu einem speziellen Gruppenabschnitt namens Jira Import hinzu. Von dort aus können die Administrator:innen die Platzierung dieser Felder überprüfen und sie bei Bedarf anpassen.
Was Sie im Umgang mit den importierten Daten erwartet
Wie bei jeder Migration können nach dem Import einige Anpassungen erforderlich sein. So müssen beispielsweise selbstdefinierte Felder für bestimmte Projekte aktiviert oder das Layout des Arbeitspakets neu organisiert werden. Außerdem werden Nutzer:innen zunächst in einem inaktiven Status importiert, um einen reibungslosen Importprozess zu ermöglichen. Das ist besonders bei größeren Datenmengen und mit Blick auf Lizenzbeschränkungen wichtig.
Diese Schritte erfordern zwar eine gewisse manuelle Überprüfung, stellen aber sicher, dass Ihre Daten konsistent und nachvollziehbar übertragen werden.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Jira-Migration
Ein kurzer Überblick zu häufigen Fragen rund um die Migration von Jira und die Arbeit mit dem Jira Migrator.
Sollte ich den Jira Migrator schon in seinem aktuellen Zustand nutzen?
Der Jira Migrator ist funktionsfähig und kann bereits verwendet werden, befindet sich aber noch in der aktiven Entwicklung. Er eignet sich am besten für Tests, Evaluierungen und frühe Migrationsszenarien, bei denen Sie offen für Anpassungen sind. Einen Überblick finden Sie in unserem Blog-Artikel über den Jira Migrator.
Welche Grenzen hat der Jira Migrator aktuell?
Einige Funktionen, wie z.B. erweiterte selbstdefinierte Felder oder Plugin-basierte Konfigurationen, werden noch nicht vollständig unterstützt. Je nach Jira-Setup können bestimmte Elemente manuelle Anpassungen oder alternative Konfigurationen erfordern. Die folgenden Funktionen werden bald verfügbar sein: Projekt- und Issue-Identifikation, Beziehungen zwischen Issues und Sprint-Zuweisungen. Workflows auf Projektebene, Berechtigungen und Schemata folgen später. Eine aktuelle Übersicht finden Sie in unserer Entwicklungs-Roadmap.
Wie viel manuelle Arbeit muss ich nach der Migration erwarten?
Die Migration ist kein vollständig automatisierter Prozess. Zwar lassen sich die Kerndaten übertragen, dennoch sind das Prüfen von selbstdefinierten Feldern, das Anpassen der Konfigurationen und die Validierung des Setups wichtige Schritte nach dem Import.
Warum veröffentlicht OpenProject den Jira Migrator, bevor er vollständig fertiggestellt ist?
OpenProject verfolgt einen iterativen Entwicklungsansatz mit monatlichen Veröffentlichungen. Durch die frühzeitige Bereitstellung von Funktionen können Benutzer diese in realen Szenarien testen und Feedback geben, das die weitere Entwicklung direkt beeinflusst.
Wir bitten unsere Nutzer um Verständnis, dass die frühe Verfügbarkeit auch bedeutet, dass noch nicht alles perfekt funktioniert. Rückmeldungen aus der Community – etwa in Form von Bug Reports – helfen uns dabei, Probleme schnell zu erkennen und in kommenden Releases zu beheben.
Helfen Sie uns, den Jira Migrator zu verbessern
Wir laden Sie ein, den Jira Migrator mit OpenProject 17.4 auszuprobieren und zu testen, wie er mit Ihren eigenen Daten arbeitet. Ihr Feedback ist ein wichtiger Teil der Weiterentwicklung. Wenn Sie auf Probleme stoßen oder Vorschläge haben, teilen Sie uns diese gern mit. Auf diese Weise können wir den Jira Migrator verbessern und die Migration in realen Anwendungsfällen noch besser unterstützen. Erfahren Sie, wie Sie in unserer Community einen Beitrag leisten und Feedback geben können, beispielsweise, indem sie Fehler melden.
Wenn Sie uns anonymisierte Daten aus Ihrer Migration zur Verfügung stellen möchten, um unser Entwicklungsteam zu unterstützen, wenden Sie sich gern an uns. Selbstverständlich unterzeichnen wir eine NDA, um die Vertraulichkeit sicherzustellen. Wir freuen uns auf Ihr Feedback und darauf, den Jira Migrator gemeinsam mit unserer Community weiter zu verbessern.
